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Akademie - Voraussetzung für gute Kunst?


Neulich bekomme ich eine Email mit folgendem Text:


Hallo, mich würde ihre künstlerische Vita

( Akademie etc.) interessieren. MfG


Abgesehen davon, dass es das Gesetz der Höflichkeit verlangt meinen Namen nach dem "Hallo" zu setzen, finde ich diese E-mail tatsächlich so interessant, dass ich draus einen Blogbeitrag machen möchte.


Ehrlicherweise musste ich wirklich schmunzeln als ich diese Email öffne. Diese Frage wurde mir tatsächlich noch nie gestellt, dennoch verstehe ich, dass es für manche Menschen wichtig ist.


Bevor ich nun zur Vita komme möchte ich gerne folgende Frage in den Raum stellen:


Macht es meine Kunst wertvoller, besser, anders, wenn ich eine Akademie besucht habe?



Falls du denkst ja, dann schreibe mir gerne das WARUM?


Ich male schon immer gerne, wie viele Künstler, die bereits als Kind diese Leidenschaft entdeckt haben. Oft wird es aufgrund des nicht Anerkennens kreativer Berufe in unserer Gesellschaft jedoch nicht gefördert.


Nur wer einen Abschluss hat, oder bestimmte Noten vorweisen kann, der ist gut, dem vertraut man.


Nun gibt es allerdings Menschen, die für sich selbst herausgefunden haben, dass nicht immer alles von außen diktiert werden muss, um gut zu sein.


Gerade in der Kunst ist es das Spielerische, das Experimentieren mit verschiedenen Materialien und Medien, sowohl als auch Fehler machen zu dürfen, die nicht sofort von einem Professor korrigiert werden müssen.


Nein, im Gegenteil, aufgrund dieser selbstgeschaffenen Freiheit wird Kunst in meinen Augen wertvoll. Denn sie ist uneingeschränkt sie selbst, geschaffen durch die Hand einer Person - dem Creator!


Ob dieses Geschaffene nun anderen gefällt oder nicht, ist im Prinzip erstmal gar nicht wichtig.


Worauf will ich hinaus?


Ich bin Autodidakt, (wie z.B. auch Bill Taylor, der amerikanische Maler und Graffiti-Künstler Jean-Michel Basquiat oder Vincent van Gogh) habe mir durch Bücher, Videos, viel Fleiß, Arbeit und einem Kurs der Akademie Wildkogel bei Peter Feichter, alles selbst beigebracht.


Darauf bin ich sehr stolz, denn selbst renommierte Künstler wissen nicht wie ich bestimmte Techniken erschaffe. (Bubble-Technik)


Mein Kindheitswunsch Künstlerin zu werden, wurde mir im Prinzip erst mit 49 Jahren erfüllt.

Erfüllt durch eine Krankheit meines linken Auges, das mich gezwungen hat, alles zu überdenken.


Erst als ich mutig meinen Job gekündigt habe und mich wieder intensiv mit der Malerei auseinandergesetzt habe, bin ich wieder genesen. Bei meiner ersten Vernissage habe ich neun Kunstwerke verkauft und das war mein JA zur Kunst und diesen Weg weiterzugehen.


Viele Ausstellungen im In- und Ausland folgten, sowie Workshopanfragen gaben mir den Mut weiterzugehen. Einen Weg, der sicherlich nicht mmer einfach war und ist.


Im Januar 2023 eröffnete ich meine Galerie mit Atelier auf 120qm und darauf bin ich sehr stolz.

Ich bekomme soviel positives Feedback zu meiner Kunst und habe einige Kunstsammler, die meine Vielfalt sehr schätzen.


Im nächsten Jahr bin ich als Dozentin in der freien Akademie Römerstein tätig, worauf ich mich sehr freue.


Mein Anliegen ist es, andere Menschen zu ermutigen sich wieder selbst zu vertrauen, wieder sich selbst spüren zu dürfen und sich daran zu erinnern, wie einzigartig jeder von uns ist!


Was denkst du? Schreib mir gerne.


Deine Andrea Hibler


P.s.: Ich habe im übrigen die Person gegoogelt... ;-) sie hat einen Akademiehintergrund!




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